Helden in Shorts.

05. Juli 2010

So bevor ich mich wieder SPSS widme, muss ich noch was loswerden: Warum machen sich eigentlich viele über Maradona lustig? Er war ein Ausnahmespieler. Und Drogenprobleme hin oder her…er bleibt eine Ikone (für mich).

Sowieso ist doch das Teamspiel, das Klinsmann und Löw initiiert haben und Löw jetzt etabliert, irgendwie innovativ für Fußball (trotz Mannschaftssportart). Innovationen entwickelt man, weil es einen Notstand gibt, und weil man mit Erfahrungen vergleicht (behaupte ich). Und da es keine deutschen Ausnahmespieler mehr gab, hatte die deutsche Nationalmannschaft einen Notstand. Und Maradona hatte als Trainer keinen Notstand (er hatte mit Messi ein Abziehbild seiner selbst) und ist nun mal ein absolutes Kind des – ich nenn es mal – Solofußballs. Wieso soll er dann seinen Erfahrungen nicht vertrauen und ein anderes System spielen, obwohl er mit dem alten System so viel Erfolg hatte? Ich meine diese Erfolgskognitionen sind viele und hatten sich wahrscheinlich festgebrannt ins Hirn.

Dass er von manchen jetzt so ausgelacht wird, kann – meiner Meinung nach – doch nur Eifersucht sein, weil er immer noch eine Ikone des Fußballs ist. Ein Dribbelgott. Und jeder Mensch möchte doch wahrscheinlich gerne irgendetwas besonderes sein oder sich mit irgendjemand besonderen (der einem vermeintlich ähnlich ist – durch z.B. Nationalität) identifizieren. Einen Maradona oder Messi haben wir dennoch nicht in der deutschen Mannschaft (finde ich), mit dem man sich identifizieren kann. Also muss man Maradona und Messi abwerten? Also mein neues Idol ist Messi, das Abziehbild Maradonas (mit dem will ich mich jetzt identifizieren ;) ) (Danke an B.K. für den Hinweis zu diesem coolen Spieler).

P.S. Ich habe es beim Upgrade leider irgendwie geschafft, meine alten Daten erst zu sichern und dann doch zu löschen. Bin manchmal zu unüberlegt schnell und fahrig. Deshalb ist das Layout jetzt leider auf unbestimmte Zeit (also für immer ;) )doof. Sorry.

Technik ist auch nicht das Allheilmittel…

28. Juni 2010

Boa Ey, was soll denn jetzt ständig das Gelabere um dieses “Wembley”-Tor… mein Gott… der Schiedsrichter hat entschieden, gut ist.

Und die jetzt wieder so gelobhudelte Torlinientechnik oder Chip in Ball Technik ersetzt doch auf kurz oder lang nur die Arbeitsplätze der Schiedsrichter, das wäre für mich ein fader Beigeschmack. (Wie an den Kassen, irgendwann weiß der Kunde, wie elektronische Kassen funktionieren, und die Einweiser und anderen Kassierer können entlassen werden)

Zudem macht doch gerade die Unberechenbarkeit der menschlichen Unperfektheit Fußball noch interessant… das war mal ein Sport, den man auf der Straße gespielt hat, also durchtechnisiert nicht alles, sondern seid froh, wenn die Fifa ausnahmsweise mal den Ball nur laufen lässt!

“I’d take care of you, if you’d ask me to” (Beach House)

30. Mai 2010

furchtsam und bang
dein letzter Gang
so soll er nicht sein
lieber entsinnen
liebgewinnen
die Liebe, die dein
die Seele verschneit.
die Gegenwart trübe.
die Zukunft, noch klein
hält Licht dir bereit.

Heute in der Süddeutschen einen Artikel über Cyberbullying gelesen und geschockt. Erinnert Euch, es gibt immer Jemand, der sagen würde:
[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=U_t5vR1U9AU]

Richtig cooler Trash:

22. Mai 2010

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=vCaeU8ZKWDc&NR=1]

Mal wieder ne Rad Story

30. April 2010

Bio wollte gestern endlich das geklaute Fahrrad, das sie sich zurück geklaut hatte, reparieren lassen. Dafür musste sie das Hinterrad ausbauen. Die Hausmeisterin wollte ihr helfen. Denn eine Schraube drehte durch und es ging nicht so einfach wie von Bio angedacht.

Bevor Bio die Zange der Hausmeisterin ansetzen konnte, legte diese schon los. “Das schaffen wir nicht, da brauchen wir nen Mann”. Weiterhin schleppte sie immer ein neues Werkzeug nach dem anderen an, das nicht passte, anstatt einfach mal den Koffer mitzubringen. Sie nahm dann auch immer wieder Werkzeug mit zurück ins Haus, nachdem sie zum X-ten Mal “Das schaffen wir nicht, da brauchen wir nen Mann” sagte. Bio antwortete dann irgendwann “Ach Frau Y, da brauchen wir keinen Mann, da brauchen wir Geduld. Können Sie mir das Werkzeug nicht ne Stunde leihen?” “Das können Sie den ganzen Nachmittag haben, wenn Sie wollen.”, antwortete sie und schleppte es wieder an. Um es aber doch bald wieder wegzuschleppen. Bio ließ sich aber nicht beirren und drehte mit den Fingern weiter an der festgerosteten Schraube, denn sie hatte einen Tag vorher wieder mit Judo angefangen, und strotzte jetzt vor Kraft oder wie es vielleicht die Hausmeisterin sah vor überzogenem Selbstbewusstsein. Irgendwann kam eine Freundin der Hausmeisterin, die sehr viel Spaß daran hatte und wie Bio der Meinung war, dass die der Abstand Schraube zum Rest sich schon vergrößert hatte. Sie hatte leider ausnahmsweise mal kein Graphitspray in der Handtasche, womit man die Schraube hätte “lösen” können. Dennoch wirkte sich das ganze auf den Ehrgeiz der Hausmeisterin aus und die drei Frauen schafften es ohne Mann. :)

Do you remember Jamiroquai?

10. April 2010

… heard Jamiroquai on the way home from meeting Bennie and visiting the Denkmal. Great old stuff:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=wDtByjb0hQY&feature=related]

Linsengemüse

04. April 2010

Noch mal ein Rezept. Ihr braucht folgendes:

Rote Linsen, Karotten, Kohlrabi, Zwiebel, Kokosmilch, Maggi, grüne Currypaste

Linsen gar garen. Karotten, Kohlrabi und Zwiebeln ziemlich klein schneiden und dünsten. Kokosmilch mit ziemlich viel Maggi und nach Bedarf grüner Currypaste zu einer Soße mischen. Die Linsen dann zu dem Gemüse fügen, die Soße unter die Linsen und das Gemüse rühren und das ganze dickflüssig einkochen. Schmeckt auch gut zu Nudeln. :)

Und weil kochen mit Musik noch mehr Spaß macht, hier noch mal nen Tipp fürn coolen Song (kauft Euch das Album, das ganze Album ist der Hammer):

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=ft6li6VOK70]

ARD Monitor: Bildungschancen – Die Spaltung beginnt bereits in der Grundschule

26. März 2010

Hiermit möchte ich mal den Satz soziale Vergleichsmöglichkeiten in „Ghettos“ und deren Auswirkung auf mehr oder – eher – weniger kreative Lösungswege zur gesellschaftlichen Teilhabe meines vorangegangen Posts mit einem Fernsehbeitrag unterstreichen (TV Tipp via B* — Danke):

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=wdpkFIGgUB4]

Wunder im Hausflur

21. März 2010

Heute hat Bio einen recht gesprächigen Sitznachbarn im Zug gehabt. Einen konservativen jungen Mann, der seine Jugend in einem katholischen Männergymnasium und im Domchor von Aachen verbracht hatte. (Letztere Info dient nur zur Untermauerung der Vorurteile – die vielleicht noch kommen werden – ;) , bezieht sich also nicht auf die Skandale, die die katholische Kirche gerade durchläuft, es gab/gibt schließlich auch noch tausende katholische Jugendliche, die nicht sexuell belästigt wurden).

Nachdem Bio den Rechner hochgefahren hatte, um zu arbeiten, las er ungeniert mit, lachte – vielleicht über Bios schreckliches Englisch – und quatschte sie dann an, wofür das sei und worum es ging. Bevor er dann eine Lobhudelei auf den Leistungsgedanken hielt, hielt er Bio von ihrer Leistung ab, in dem er immer wieder provozierende Statements über die Faulheit von Hartz IV Empfängern und Legasthenikern, die Dummheit von Migrantenkindern und auch Menschen, die heutzutage promoviert werden dürfen ;) sowie die Rolle der Frau für die Kindererziehung in den Raum warf – eher schmiss. Bio sah sich also gezwungen längere Monologe über Solidarität, Chancengleichheit, soziale Vergleichsmöglichkeiten in „Ghettos“ und deren Auswirkung auf mehr oder – eher – weniger kreative Lösungswege zur gesellschaftlichen Teilhabe sowie über Verlust-Aversion zu halten.

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Kampf um Schulreform

26. Februar 2010

oder “nur” ein typisches Beispiel für Verlust Aversion (Prospect-Theorie)?:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=PzhMbBUjbRk]