Karneval 2007

… okey Karneval 2007. Ein richtiger Karnevalsfreak war ich ja nie, aber die bunten Bonbons, die Bio früher immer vom Karnevalszug in Voerde mitbrachte, und die tollen Kostüme, die sie und ihre Schwester als Kinder trugen, hatten es mir schon angetan. Und so freute ich mich auch dieses Jahr darauf, dass Bio bunt verkleidet loszieht und eine Tüte voll Bonbons mitbringt. Aber es sollte anders kommen…

… Dieses Jahr wollte Bio das Ganze mal etwas professioneller durchziehen. In den letzten Jahren sammelte sie oft irgendwelche Restkostüme oder zog wild alte Klamotten an und ging dann zum Beispiel als Indianerpolizist. Das sollte dieses Jahr nicht passieren. So horchte sie auf, als ihre Eltern ihr mitteilten, dass sie, plötzlich karnevalsbegeistert, auf ne Sitzung gingen und sich dafür im Kostümverleih was ausleihen wollten. Ihre Eltern gingen dann als Matrosenpaar auf die Sitzung und Bio vergaß das Kostüm beim letzten Besuch vor Weiberfastnacht mitzunehmen.

Der Rest ging dann ganz schnell. Yosh und Bio verabredeten sich am Kölner HBF nach der Arbeit. In Köln angekommen machten sich die beiden auf zum Chlodwigplatz. Zuerst in der U-Bahn… Blääärg, kotze ein junges Mädel zwischen den Sitz von Bio und einem “Bayer”. Yosh zog Bio rechtzeitg weg, so dass sie nur ein paar Spritzer abbekam, doch den “Bayer” hatte es voll erwischt.

Am Chlodwigplatz trafen sie dann noch ein paar Freunde, die Meisten der Truppe waren schon weg, weil sie den ganzen Tag rumgelaufen waren, um eine für alle passende Kneipe zu finden. Die sich im Kölner Straßenkarneval nicht auftat. Als sie an diesem Abend am Cave ankamen, hatten die anderen jetzt auch keine Lust mehr. Yosh und Bio, aber noch frisch und munter, gingen dann also alleine ins Cave und verbrachten noch einen angenehmen Abend mit Punkmusik.

Für Samstag verabredeten sie sich wieder in Köln. Im Herbrands in Ehrenfeld. Allen Vorwarnungen zum Trotz, dass es voll würde, fuhren sie erst um zwanzig vor acht los. Der Zug tuckerte und tuckerte und tuckerte und als sie endlich vor Ort waren, war die Schlange schon zu lang. So holten sie sich erstmal Bier und Pizza und stellten sich wieder an. Als sie dann nach ner Stunde immer noch nicht drin waren, sagten sie ihren Freunden ab und fuhren wieder nach Hause. Da ihr Kostüm als Ottonormalverbraucher auch nicht wirklich die Kriterien der karnevalistischen Kleiderordnung erfüllte, wollten sie sich nicht weiter in den karnevalistischen Trubel stürzen. Bis zur professionellen Karnevalistin ist es für Bio wohl noch ein langer Weg. Vielleicht klappts nächstes Jahr.

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