Reisebericht Lago Maggiore 2007

Das durch Christi Himmelfahrt verlängerte Wochenende sind wir zu einem Kurztrip zum Lago Maggiore in Italien aufgebrochen. Ein Autoschrauberfreund von Yosh hatte den Trip als Oldtimer/Youngtimer-Kaffeefahrt eingestielt. Ein guter Anlass sich ohne Oldtimer anzuschließen. Diesen haben wir lieber im Trockenen in der Halle stehen lassen, damit er nicht rostet. ;)

So kam es dann also, dass wir uns Mittwochabend im strömenden Regen aufmachten, um erstmal nach Landsberg am Lech zu fahren und dort bei Benni zu übernachten. Als wir endlich um 2 Uhr nachts bei Benni ankamen, verquatschten wir uns dann natürlich noch bis vier Uhr und nahmen uns vor die Abfahrt von 6 Uhr auf ca. 8 Uhr zu verlegen. In den Morgenstunden wurden dann alle guten Vorsätze nochmal verworfen und so kam es, dass die Abfahrt eher gegen zehn, halb elf erfolgte. Das ermöglichte uns aber die anderen Anreisenden zu treffen (die die Nacht zuvor auf einem Dorffest bei München verbracht hatten), um gemeinsam zum Lago Maggiore zu reisen.Konvoi im Regen

Pfiffig wie wir sind, überlegten wir uns die Kosten für das Pickerl in der Schweiz zu sparen, indem wir die Autobahnen mieden und über die Pässe den Lago Maggiore ansteuerten. Leider hatten wir übersehen, dass der Weg über die Pässe auch doppelt so viel Zeit kostet. So ging der Mittwoch also für die Anfahrt drauf. Dass wir die Karten nicht lesen konnten und die Navigations Uschi vom Se nur eine schöne Stimme hatte, verkürzte die Anfahrt nicht gerade.

Im strömenden Regen ging es also durch Österreich und die Schweiz über die Pässe. So wurde es auch immer kälter und kälter, je höher wir fuhren. An die versprochenen 26 Grad glaubten wir schon nicht mehr. Doch als es dann wieder bergab ging kletterten auch die Gradzahlen auf dem Thermometer immer höher und es wurde wärmer. Die Fahrer waren überglücklich, weil sie endlich lässig ihren Arm aus dem Fenster hängen konnten. So erreichten wir dann auch gegen 19 Uhr Cannobio.

Ausgehungert wollte Yosh als erstes den Grill anfeuern. Doof nur, dass er zwar Grillfleisch für ne ganze Woche eingepackt hatte, aber keiner von uns einen Grill dabei hatte. So bauten wir erstmal unsere Zelte auf. Hierbei stellte sich dann heraus, dass wir zwar eine super Federmatratze dabei hatten, Bio aber das Überzelt des Igluzeltes vergessen hatte. Dumm gelaufen. Doch ein Glück hatte Se zwei Zelte mit, so dass wir uns ein Überzelt von ihm ausleihen konnten. Plötzlich tauchte der Campingplatzbesitzer mit einem Grill auf. Keiner hatte bemerkt, dass Yosh in seinem Hungerwahn den ganzen Campingplatz auf der Suche nach einem Grill verrückt gemacht hatte. Jetzt brauchten wir nur noch Kohle. Also gings los zum nächsten Supermarkt, der fünf Minuten zuvor Feierabend gemacht hatte, und der übernächste und der überübernächste hatten auch schon dicht. Immer noch hungrig schmiss Yosh schnell den Gaskocher an und briet das Fleisch in einer Pfanne. Die anderen entschlossen sich in eine Pizzeria zu gehen.

So gingen die anderen auch die nächsten Tage in die Pizzeria oder aßen Brot, weil am Lago alles sehr teuer ist. Wir hatten aber genügend Grillzeug tiefgefroren, so dass es für Benni, Giaco, Yosh und mich reichte.

Am nächsten Tag fuhren wir Boot auf dem Lago und wurden noch freundlich gefragt, ob wir wüssten wie man in einen Hafen einfährt. Wir rissen uns dann also zusammen und steuerten den Hafen langsamer an.

Darauf den Tag besuchten wir die Isola Bella. Giaco hatte von einer Freundin, die am Lago Maggiore aufgewachsen war, erfahren, dass die Isola Bella eine wunderschöne Blumeninsel sei. Leider wussten das die Einheimischen auch wirtschaftlich zu nutzen, so dass wir nach der Überfahrt keinen Groschen mehr übrig hatten, um den teuren Eintritt in den schönen Garten zu bezahlen. Es blieb uns deshalb nur die Besichtigung der Touristenbuden.

Im Spätnachmittag wurde nochmal gegrillt und dann machten Yosh und ich uns auch schon auf den Nachhauseweg, da wir den Sonntag noch zum Arbeit nutzen wollten. Diesmal kauften wir uns ein Pickerl, um die Autobahnen nutzen zu können. Auf dem Weg kam uns noch eine halbnackte, singende, kreischende Schalwedlerin entgegen. Für den ersten Moment war das sehr skuril. Später fiel uns ein, dass an dem Samstag Stuttgart deutscher Fußballmeister 2007 wurde, und dass sie als Stuttgart Fan uns (Neusser Kennzeichen) wohl auch für Stuttgartfans hielt.

2 Antworten zu “Reisebericht Lago Maggiore 2007”

  1. KatrinE sagt:

    Bizarrr…klingt nach Abenteuerurlaub.

  2. Kurti sagt:

    ja richtig abenteuerlich ;) Ich denke noch drüber nach, wie ich euch die Abenteuer schildere, dass sie euch nicht zu bizarr erscheinen ;)

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