Bio Bio Bio

Wir Deutschen kiffen ohne Biosiegel. Dagegen muss man etwas tun. Ich meine das ist im höchsten Maße wirtschaftsschädigend. Wir zerstören unseren Aufschwung, die vollen Staatskassen … Alles und das wie von selbst. Wie ich das meine, erläuter ich Euch im Folgenden.

Durch die Genveränderung wird wahrscheinlich nicht nur der Ertrag besser, weil die Pflanze weniger anfällig für den Befall von rauschgiftsüchtigen Käfern ist. Nein es wird bestimmt auch noch der THC Gehalt in den Pflanzen erhöht. Das ist wirklich schlimm. Ich meine stellt Euch das mal vor…

So verdienen die illegalen Rauschgifthändler jetzt wahrscheinlich viel mehr von dem bissl Geld, das im Umlauf ist, weil die Erträge höher sind, sie also mehr verkaufen können, und sie für den verbesserten Stoff evtl. auch noch mehr nehmen. Aber was haben wir denn in unserer Gemeinschaft – mit den hohen Staatschulden und dem beschissenen Bildungssystem, das dringend ne Geldspritze bräuchte – davon?

Das Problem ist nämlich, dass die Rauschgifthändler direkt am Staat vorbei wirtschaften, alles in die eigene Tasche und sie müssen nicht mal den Umweg über Liechtenstein gehen. Und wahrscheinlich investieren sie das Ganze weiter irgendwo außerhalb unsere Staates, weil in Deutschland ja kein Gras angebaut werden darf. So investieren sie z.B. für neue Gensamen, die wohl nicht von hier sind oder sie leben selbst nicht richtig hier und investieren in ihre eigene Region. Das Geld ist also futsch. Aus dem Umlauf verschwunden. Hinzu kommt, dass das bissl Kohle, das einem Großteil der Deutschen nach dem sauberen Aufschwung (via Robert) noch bleibt, ins Kiffen investiert wird. Anders ist der Klassenabstieg ja nicht auszuhalten!

Und das Schlimmste durch die ganze Kifferei mit dem Gras, was ja jetzt noch besser knallt, als damals 68, sind wir ja zu nix mehr zu gebrauchen. Als Kiffer stehen wir doch auf easy going oder was? Dem schnellen Alltag entfliehen. Alles erstmal ruhig angehen lassen. Wie sollen wir denn da den Anforderungen der Dienstleistungswelt an 50-60 Stundenwochen und mehr Flexiblität gerecht werden? Wie sollen wir da noch vernünftig eine Ausbildung abschließen, arbeiten und Kinder kriegen, die uns die Rente sichern?! Die sind doch bei der Geburt schon total vernebelt und lechzen noch mit fünf Jahren nach Muttermilch, um an den Stoff zu kommen! Ich stell mir das vor, da kommt der kleine Paul mit dicken Klüsen auf die Welt. Sieht bestimmt noch süßer aus als jetzt son Baby aussieht. Ist ja dann die volle Ladung Kindchenschema: dicke Augen, kleiner Kopf, doofer Blick. Doof nur, wenn der dann in seiner körperlichen Verpackung mit 18 immer noch son Blick und so Klüsen hat. Und für unsere Renten sind die doch dann auch nicht mehr zu gebrauchen. Aber das Rentenproblem erledigen unsere Regierungen ja schon von selbst. Also den Schuh müssen wir uns eigentlich nicht anziehen.

Nun gut, aber was machen wir jetzt, wo wir das dramatische Problem des genmanipulierten Gras erkannt haben? Ich plädiere da ja für einen ganzheitlichen Ansatz. Einmal sollten wir doch Herrn Schäuble konsultieren, damit er uns ein optimales Sicherheits/Überwachungsprogramm ausarbeitet. Wir könnten Telefone abhören, und E-mails entschlüsseln. In E-mails sind die Menschen bestimmt auch unvorsichtiger. Bei Telefonaten muss man dann schon mal über so Aussprüche wie “Hast du die Theaterkarten schon besorgt? – Ja? Dann komm ich vorbei und hol sie jetzt?” lernen. Wie son adaptives System, dass sich anpasst. Erstmal jeden durchsuchen und dann die Regeln formulieren, nach denen man weiter durchsucht und filtert. Das ganze könnte auch als Abhörmaßnahme in Navigationsgeräte eingebaut werden. Wege Richtung Niederlande, werden direkt Herrn Schäuble über Satellit zugeschickt. Der kann den Wagen dann auf dem Rückweg abfangen. Ach ich schick Herrn Schäuble die Woche mal ne Bewerbung, ich denke ich könnte ihm da noch ein paar Ideen verkaufen, natürlich nicht unter der Hand.

Naja aber ich sagte ja ganzheitlich: Eine weitere Maßnahme betrifft uns alle: Wir sollten eine Kampagen Sauberes Gras, angelehnt an die Kampagne Saubere Kleidung, durchführen. Also wenn wir in den Shop gehen, direkt mal nen Bong rauchen, um zu testen ob der richtig knallt oder nicht. Wenn ja: den Zettel beim Verkäufer abgeben. “An die Geschäftsführung. … heute war ich in ihrem Geschäft und hab ihr Angebot getestet. Das knallt ganz schön. So toll das Gefühl ist, ich wäre dennoch viel lieberKunde bei Ihnen, wenn ich sicher sein könnte, dass das Gras sauber hergestellt ist. Unter sauberer Herstellung verstehe ich nicht genmanipuliertes Gras, Investitionen in die örtliche Suchtberatung und Spenden an Bildungseinrichtungen, sowie ein Rauchverbot in den Shops selbst zum Schutze ihrer Mitarbeiter. Mit freundlichen Grüßen Ihr Verbraucher.

Nur aber wer soll sich dafür einsetzen? Ist das ganze richtig durchdacht? Oder gibts hinterher doch wieder bessere neuere Erkenntnisse und man hat es mit seiner blinden Aktionswut nur verschlechtert? Ich meine die Biokampagne schlägt ja auch ständig neue Wogen. Da weiß man ja nicht mehr was man machen soll oder was man essen/trinken soll. Auf der einen Seite bitte Bio, auf der anderen Seite vom Bauern vor Ort. Aber das Steak aus Argentinien ist irgendwie doch wieder gut. Wie soll man da noch Ideale entwickeln können?

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3 Antworten zu “Bio Bio Bio”

  1. Alex sagt:

    lieber Kurti, ich hoffe, die Bio hat dir nichts zum Kiffen gegeben, denn so liest sich dein Eintrag. Bei genmanipulierten Lebensmitteln bzw. den sogenannten Freisetzungen gab es leider in der letzten Zeit nichts, womit man den Anbauern einen hätte reinwürgen können. Sie haben es also geschafft, ihre Sachen SO zu manipulieren, dass das beste Labor Europas es auch nicht herausfinden konnte:

    http://www.lgl.bayern.de/gentechnik/freisetzungen2006_2007.htm

    und:

    http://www.lgl.bayern.de/gentechnik/saatgut2005_2007.htm

    Tja, was machen wir denn da bloß?

  2. Kurti sagt:

    Liebe Alex, danke es geht mir soweit ganz gut, ich kann mich wohl emotional sehr gut in den Zustand hineinversetzten, so dass es real rüberkommt, danke auch für die Links, es ist manchmal traurig, was Technik kann und andere wiederum nicht… Ich denke es bleibt uns trotz desillusionierten Momenten nichts anderes übrig als an unseren Idealen festzuhalten, neue zu entwickeln und dafür zu kämpfen. Die große Frage ist nur, wie man es schafft, sich als normalsterblicher Hase für alle Ideale einzusetzen. Wie aktiviert man ständig jedes Ideal, damit man immer danach handeln kann und somit guten Gewissens sagen kann, ich habs versucht? Und wie kriegt man das zeitlich hin, wenns soweit ist?

  3. Alex sagt:

    Lieber Kurti, die letzten Fragen habe ich mir auch schon oft gestellt und jetzt bin ich gerade in einer Phase in der ich den Kampf ruhen lasse. Es ist schwer, immer weiter zu kämpfen, wenn man zwischendrin ständig enttäuscht wird. Ich finde es aber klasse, dass du dich da so reinhängst und nicht (wie ich) aufgibst. Bist mein Vorbild! Mit bestem Gruß, Alex

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