Kampf um Schulreform

oder “nur” ein typisches Beispiel für Verlust Aversion (Prospect-Theorie)?:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

9 Antworten zu “Kampf um Schulreform”

  1. Alex sagt:

    Krass. Einfach nur krass. In diesem Zusammenhang (lese ich witzigerweise gerade!): Julia Friedichs: Gestatten: Elite: Auf den Spuren der Mächtigen von morgen

  2. Kurti sagt:

    Muss ich auch lesen. Danke für den Tipp.

  3. Robert sagt:

    Abartig, abscheulich, widerlich!

    Und hier geht es ja “nur” um eine Schulreform innerhalb eines winzigen Stadtstaates. Wie sieht es dann erst bei richtig großen Reformen aus??

    Das passt zwar nicht ganz zum Thema, aber hieraus schließe ich auch, dass wir das mit der Ökowende wohl auch vergessen können, da die Elite anscheinend ernsthaft glaubt, die Umweltprobleme beträfen nur die Masse. Sie glauben, sie können sich von allen Konsequenzen freikaufen. Und Solidarität ist für die ein Fremdwort oder sie denken, Solidarität wär ausschließlich etwas kommunstisches? Boah wie krank.

    Ich glaube immer weniger, dass eine Wendung über unsere aktuell vorhandenen demokratischen Mittel möglich ist. Es ist nämlich offensichtlich, wer diese kontrolliert und zu lenken weiß.

    Da gewinnen ieks Ansichten umso mehr meine Aufmerksamkeit. Ich muss sein neuestes Buch lesen. Ich hoffe, es erscheint endlich auch auf Deutsch!

    Dieser Videobeitrag hat mich echt aufgerüttelt!

  4. Alex sagt:

    Und wie er die Leute anspricht .. wie Hitler …

  5. admin sagt:

    Ich teile zwar deinen Unmut, aber ohne demokratische Verhältnisse hätten wir das nicht über die Medien erfahren können. Und ich denke, es ist nicht fairer, wenn eine andere Seite kontrolliert und lenkt. Ich oute mich also hiermit als Demokratiefreund.

  6. Robert sagt:

    Ich verstehe deine Kritik nicht. Wieso glaubst du, dass ich kein Demokratiefreund wäre? Ich kritisiere und fürchte mich lediglich von der Übermacht und den Einfluss des Geldes in unserer Demokratie, in Politik und Medien.
    Und worauf zielst du mit dieser Aussage:
    “wenn eine andere Seite kontrolliert und lenkt”, welche andere Seite? Zielst du damit auf Zizek? Falls ja, dann muss ich schon sagen, dass ich es sehr falsch finde, ihn soweit vorzuverurteilen, ohne sich mit ihm wirklich auseinandergesetzt zu haben..

  7. Kurti sagt:

    Ich hatte nicht vor, dich oder Zizek zu kritisieren. Von Zizek kenn ich noch nix, kann ich also auch nix kritisieren. Und ich danke dir für all die Literaturtipps und hoffe auch, mal Zeit zu finden, mehr davon (eben auch Zizek) zu lesen. Und bei deinem Wissen über die ungarische Geschichte, glaub ich eh nicht, dass du kein Demokratiefreund bist.

    Ich habe mich für die Demokratie entschieden. Andere Staatssysteme konnte ich für mich noch nicht als gerecht identifizieren, weil ich immer das Gefühl habe, dass zu einseitig regiert wird, eben egal von welcher Schicht. Alle Schichten gehören dazu und sollten gleichberechtigt partizipieren. Nur leider gibt es noch Abstufungen in der “Güte” der Demokratie, was du wahrscheinlich meintest. Demokratie in Italien ist nicht gleich Demokratie in Deutschland nicht gleich Demokratie in Amerika … Ich denke halt, dass eine Wende mit unseren demokratischen Mitteln möglich ist, wir müssen halt unsere Demokratie “Güte” verbessern.

  8. Robert sagt:

    Es stellt sich jetzt nur noch die Frage, was du unter “Güte” verstehst und was ich unter “demokratische Mittel” verstehe :-)

    Ich glaube einfach nicht daran, dass regelmäßige Wahlen, die Mehrheit der heutigen Parteien und unsere Medien schnell genug die Wende herbeiführen können, da die meist wirtschaftlichen Interessen bzw. Akteure die dahinter stehen, nicht an einer tatsächlichen Wende interessiert sind. Das hat ja auch die aktuelle Wirtschaftskrise mehr als deutlich gezeigt.

    Was mich jetzt interessiert, wie wäre eine Wende möglich, ohne dass wir die Grundsätze unserer Demokratie gefährden müssten. Und genau darüber würde ich mich gerne in den nächsten Monaten informieren.

    Es ist für mich klar, was wir brauchen, den Green New Deal. Aber wenn wir es tatsächlich schaffen wollen, dass die gesamte Weltbevölkerung sowie die meisten Ökosysteme gerettet werden, dann werden uns die aktuell vorhandenen demokratischen Mittel auf Grund der sehr kapitalmächtigen und eigensinnigen Akteure im Hintergrund nicht ausreichen, fürchte ich.

    Natürlich könnten wir uns ja zurücklehnen und abwarten, da wir ja schließlich auf der “besseren” Seite der Erde leben und so schnell nichts zu befürchten haben, da die Katastrophen kurz- und mittelfristig eher die Armen dieser Welt treffen werden. Aber ich kann mich nicht zurück lehnen, da dafür mein Gerechtigkeitssinn zu sehr ausgeprägt ist ;-)

    Es ist ein Dilemma. Unsere Demokratie ist nicht schnell genug. Verzichten darauf würde ich um Gottes Willen nie wollen, das würde komplett meiner Auffassung und meinem Gerechtigkeitssinn widersprechen. Aber was tun? Wir haben kaum noch Zeit! Es gibt bestimmt sehr gute Antworten darauf und diese würde ich gern in nächster Zeit herausfinden wollen, vielleicht mit eurer Hilfe :-)

  9. admin sagt:

    Unter Güte verstehe ich sowas wie einen Demokratieindex -
    z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratieindex -
    gemessen an der Möglichkeit zur gleichen Teilhabe aller, denn:
    http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/ungleichheit-zersetzt-die-gesellschaften/.
    Muss man vielleicht entwickeln, bin da politikwissenschaftlich nicht up to date.

    Wie wir gemeinsam unser Ökosystem im großen Stil retten können, weiß ich leider auch nicht Da darf man nur den Kopf nicht in den Sand stecken und muss für sich versuchen, in seinem täglichen Leben immer ökobewusster zu agieren. Das geht ja leider bei mir auch nur in kleineren Schritten voran als mir lieb ist.

Hinterlasse eine Antwort