Nachtzug nach Lissabon…

erzählt die Geschichte von einem Lehrer, der von heute auf morgen einfach alles stehen und liegen lässt und nach Lissabon fährt, um der Geschichte eines portugiesischen Autors auf den Grund zu gehen. Zumindest der erste Teil der Geschichte liest sich hervorragend. Es werden fantastische Ideen entwickelt. Es liest sich, als ob der Autor des Buchs einen eigenen lange gehegten Traum endlich zu Ende träumen wird. Einen Traum, den ich nur zu gut nachvollziehen kann. Träumt nicht Jeder mal davon einfach den Reset-Knopf zu drücken und irgendwo anders – frei von allen einengenden Strukturen – neu anzufangen? Doch im zweiten Teil der Geschichte, wird es langweilig, tolle Ideen des ersten Teils werden ständig wiederholt, ich hab den Eindruck, dass der Autor eben nicht weiß, wie er diesen Traum zu Ende träumen kann. Er ist sich vielleicht bewusst ist, dass man eben nicht einfach den Reset-Knopf drücken kann. Es liest sich als sei er gefangen, zwischen dem Wunsch eine fantastische Geschichte zu träumen und dennoch Realismus zu bewahren.

Doch warum kann man nicht einfach den Reset-Knopf drücken? Ihr ahnt es bestimmt schon, ich suche eine mehr oder weniger psychologische Erklärung dafür.

Aber nicht jetzt: Rest folgt die Tage :)

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