Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Allgemeines Stammtischbla

Freitag, 15. Juli 2011

<zitat http://www.faz.net/artikel/C30770/deutschlands-schulden-zeit-zum-aufwachen-30463476.html>

Alle finanzpolitischen Nachhaltigkeitsanalysen zeigen, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. „Unter dem Strich“ sind auch höhere Steuerbelastungen für Gutverdienende eine schlechte Lösung. Dringend benötigte ausländische Fachleute werden abgeschreckt, und die Auswanderung gut ausgebildeter deutscher Arbeitskräfte wird gefördert, was mittelbar auch die öffentlichen Kassen schädigt. Es gibt nur einen dauerhaften Erfolg versprechenden Weg aus der Etatmisere: die nachhaltige Kürzung der konsumtiven Staatsausgaben und die Senkung der enormen Schuldenlast durch Privatisierung öffentlicher Unternehmen.

</zitat>

 

Das sehe ich anders. Menschen sind nicht nur rational handelnde Ökonomen. Wenn man die Mittel- und Unterklasse entlastet, alle möglichen Ausnahmeregelungen weglässt und die Spitzenverdiener mehr belastet, finde ich es gerecht. Und ich denke, wer von sich sagt, dass ihm die Gesellschaft wichtig ist, der sollte auch bereit sein, in öffentliche Kassen zu zahlen und nicht nur persönlich Geld anzuhäufen und eigene Projekte anzuregen. Und ja es gibt Steuerflüchtlinge… ich habe kein Patentrezept damit umzugehen, aber solche Egoisten zu belohnen, finde ich doof. Ab einem bestimmten Einkommen, steigt das erfahrene Glück nicht mehr, man muss ihnen irgendwie klar machen, dass sie zwar was leisten und dafür auch mehr erhalten, aber dass zu Leistung auch zählt, etwas über den gesetzlichen Weg zur Gesellschaft beizutragen. Der Leistungsbegriff muss vielleicht anders, weniger egoistisch, definiert werden. ;)
 
Ich habe nix gegen eigene Bildungsprojekte oder sonstige soziale Projekte, die viele besser Verdienende in Eigeninitiative anregen, um etwas für die Gesellschaft zu leisten, nur muss man sich auch vor Augen führen – behaupte ich – dass diese “nur” notwendig sind, weil die öffentlichen Kassen zu wenig Geld haben, um da was zu machen. Es sind Lochstopfer. Und ja sie sind notwendig, weil da so viel Bedürftigkeit herrscht, aber immer nur zusätzlich zum gesetzlichen Steuerfinanzierten Weg. Also sind auch höhere Steuersätze für Spitzenverdiener meines Erachtens nach gerechtfertigt.
 
Und dass Investitionen in Bildung, Forschung und Wissenschaft nicht als Investitionskosten, sondern als Konsumtive Kosten verbucht werden, ist auch falsch, behaupte ich frech. Denn es handelt sich dabei nicht um Konsum, sondern um wichtige Investitionen in unsere Wissensgesellschaft. Nur mit solchen Investitionen wird es uns zukunftig auch gut gehen. Konsumtive Kosten sind meiner Meinung nach Bankrettungen, ist passiert, aber kann man da nicht mal was aushandeln, dass man das Geld auch teilweise wiederkriegt? Wenn man da als Gesellschaft geholfen hat, Egoismus auszubügeln?
 
Ich habe keine Ahnung, aber die immer weiter steigende Prokopfverschuldung finde ich auch nicht cool und nachhaltig. Jedoch ist die Frage, warum wir immer an Sozialleistungen sparen müssen, die konsumtive Kosten genannt werden. Soziale Martkwirtschaft ist wichtig und heißt nicht, dass wir ständig Firmen Geld in den Rachen werfen müssen. Oftmals werden Firmen Steuergelder hinterhergeworfen, weil diese dann versprechen am Standort zu bleiben, aber die lachen uns doch aus. In ein paar Jahren “verpissen” sie sich doch und wir haben denen Geld gegeben und dann doch auch noch die Kosten für die verlorenen Arbeitsplätze zu tragen. Darüber müsste man mal nachdenken, wie man sowas in den Griff bekommt und ob überhaupt. Und warum das so ist? Mangelndes Verantwortungsgefühl der Vorstände? Dann doch auch lieber den Mittelstand steuerlich entlasten, der sich noch verantwortlich fühlt für seinen Laden und deshalb am Standort bleibt und dort Arbeitsplätze schafft, die Steuereinnahmen bringen. Wobei auch da gibts schwarze Schafe, insbesondere – behaupte ich – in der Medienbranche, vielleicht weils da der Konkurrenzdruck zu groß ist. Deshalb vielleicht Patente fördern? Innovationen? Geschäftsgründungen, die auf Innovationen beruhen? Auch Großbetriebe, die bereit sind, Innovationen umzusetzen?
 
Tausend Fragen über die man mal nachdenken sollte, anstatt wie eh und je immer im sozialen zu sparen, mit Sozial- und Bildungshaushalt haben wir seit Ewigkeiten die Prokopfverschuldung nicht in den Griff bekommen. Vielleicht probieren wir es mal mit sozialem Verhalten und Denken über neue Wege nach?
 
Soviel erstmal von mir, jetzt sollte ich mich aber auch mal ans Tagwerk machen und nicht weiter hier Zeit vertrödeln. Hat mich nur zu sehr aufgeregt gerade. ;)

Bissl Reality Anecdote aus unserem Leben…

Samstag, 16. Oktober 2010

… gestern beim digital.analog gewesen und dabei diese coole Band (scheinbar aus dem Chiemgau) kennengelernt:

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YouTube DirektCandellilla: 13

Helden in Shorts.

Montag, 05. Juli 2010

So bevor ich mich wieder SPSS widme, muss ich noch was loswerden: Warum machen sich eigentlich viele über Maradona lustig? Er war ein Ausnahmespieler. Und Drogenprobleme hin oder her…er bleibt eine Ikone (für mich).

Sowieso ist doch das Teamspiel, das Klinsmann und Löw initiiert haben und Löw jetzt etabliert, irgendwie innovativ für Fußball (trotz Mannschaftssportart). Innovationen entwickelt man, weil es einen Notstand gibt, und weil man mit Erfahrungen vergleicht (behaupte ich). Und da es keine deutschen Ausnahmespieler mehr gab, hatte die deutsche Nationalmannschaft einen Notstand. Und Maradona hatte als Trainer keinen Notstand (er hatte mit Messi ein Abziehbild seiner selbst) und ist nun mal ein absolutes Kind des – ich nenn es mal – Solofußballs. Wieso soll er dann seinen Erfahrungen nicht vertrauen und ein anderes System spielen, obwohl er mit dem alten System so viel Erfolg hatte? Ich meine diese Erfolgskognitionen sind viele und hatten sich wahrscheinlich festgebrannt ins Hirn.

Dass er von manchen jetzt so ausgelacht wird, kann – meiner Meinung nach – doch nur Eifersucht sein, weil er immer noch eine Ikone des Fußballs ist. Ein Dribbelgott. Und jeder Mensch möchte doch wahrscheinlich gerne irgendetwas besonderes sein oder sich mit irgendjemand besonderen (der einem vermeintlich ähnlich ist – durch z.B. Nationalität) identifizieren. Einen Maradona oder Messi haben wir dennoch nicht in der deutschen Mannschaft (finde ich), mit dem man sich identifizieren kann. Also muss man Maradona und Messi abwerten? Also mein neues Idol ist Messi, das Abziehbild Maradonas (mit dem will ich mich jetzt identifizieren ;) ) (Danke an B.K. für den Hinweis zu diesem coolen Spieler).

P.S. Ich habe es beim Upgrade leider irgendwie geschafft, meine alten Daten erst zu sichern und dann doch zu löschen. Bin manchmal zu unüberlegt schnell und fahrig. Deshalb ist das Layout jetzt leider auf unbestimmte Zeit (also für immer ;) )doof. Sorry.

Technik ist auch nicht das Allheilmittel…

Montag, 28. Juni 2010

Boa Ey, was soll denn jetzt ständig das Gelabere um dieses “Wembley”-Tor… mein Gott… der Schiedsrichter hat entschieden, gut ist.

Und die jetzt wieder so gelobhudelte Torlinientechnik oder Chip in Ball Technik ersetzt doch auf kurz oder lang nur die Arbeitsplätze der Schiedsrichter, das wäre für mich ein fader Beigeschmack. (Wie an den Kassen, irgendwann weiß der Kunde, wie elektronische Kassen funktionieren, und die Einweiser und anderen Kassierer können entlassen werden)

Zudem macht doch gerade die Unberechenbarkeit der menschlichen Unperfektheit Fußball noch interessant… das war mal ein Sport, den man auf der Straße gespielt hat, also durchtechnisiert nicht alles, sondern seid froh, wenn die Fifa ausnahmsweise mal den Ball nur laufen lässt!

Richtig cooler Trash:

Samstag, 22. Mai 2010

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Mal wieder ne Rad Story

Freitag, 30. April 2010

Bio wollte gestern endlich das geklaute Fahrrad, das sie sich zurück geklaut hatte, reparieren lassen. Dafür musste sie das Hinterrad ausbauen. Die Hausmeisterin wollte ihr helfen. Denn eine Schraube drehte durch und es ging nicht so einfach wie von Bio angedacht.

Bevor Bio die Zange der Hausmeisterin ansetzen konnte, legte diese schon los. “Das schaffen wir nicht, da brauchen wir nen Mann”. Weiterhin schleppte sie immer ein neues Werkzeug nach dem anderen an, das nicht passte, anstatt einfach mal den Koffer mitzubringen. Sie nahm dann auch immer wieder Werkzeug mit zurück ins Haus, nachdem sie zum X-ten Mal “Das schaffen wir nicht, da brauchen wir nen Mann” sagte. Bio antwortete dann irgendwann “Ach Frau Y, da brauchen wir keinen Mann, da brauchen wir Geduld. Können Sie mir das Werkzeug nicht ne Stunde leihen?” “Das können Sie den ganzen Nachmittag haben, wenn Sie wollen.”, antwortete sie und schleppte es wieder an. Um es aber doch bald wieder wegzuschleppen. Bio ließ sich aber nicht beirren und drehte mit den Fingern weiter an der festgerosteten Schraube, denn sie hatte einen Tag vorher wieder mit Judo angefangen, und strotzte jetzt vor Kraft oder wie es vielleicht die Hausmeisterin sah vor überzogenem Selbstbewusstsein. Irgendwann kam eine Freundin der Hausmeisterin, die sehr viel Spaß daran hatte und wie Bio der Meinung war, dass die der Abstand Schraube zum Rest sich schon vergrößert hatte. Sie hatte leider ausnahmsweise mal kein Graphitspray in der Handtasche, womit man die Schraube hätte “lösen” können. Dennoch wirkte sich das ganze auf den Ehrgeiz der Hausmeisterin aus und die drei Frauen schafften es ohne Mann. :)

Do you remember Jamiroquai?

Samstag, 10. April 2010

… heard Jamiroquai on the way home from meeting Bennie and visiting the Denkmal. Great old stuff:

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YouTube DirektJamiroquai

ARD Monitor: Bildungschancen – Die Spaltung beginnt bereits in der Grundschule

Freitag, 26. März 2010

Hiermit möchte ich mal den Satz soziale Vergleichsmöglichkeiten in Ghettos und deren Auswirkung auf mehr oder – eher – weniger kreative Lösungswege zur gesellschaftlichen Teilhabe meines vorangegangen Posts mit einem Fernsehbeitrag unterstreichen (TV Tipp via B* — Danke):

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Wunder im Hausflur

Sonntag, 21. März 2010

Heute hat Bio einen recht gesprächigen Sitznachbarn im Zug gehabt. Einen konservativen jungen Mann, der seine Jugend in einem katholischen Männergymnasium und im Domchor von Aachen verbracht hatte. (Letztere Info dient nur zur Untermauerung der Vorurteile die vielleicht noch kommen werden – ;) , bezieht sich also nicht auf die Skandale, die die katholische Kirche gerade durchläuft, es gab/gibt schließlich auch noch tausende katholische Jugendliche, die nicht sexuell belästigt wurden).

Nachdem Bio den Rechner hochgefahren hatte, um zu arbeiten, las er ungeniert mit, lachte – vielleicht über Bios schreckliches Englisch – und quatschte sie dann an, wofür das sei und worum es ging. Bevor er dann eine Lobhudelei auf den Leistungsgedanken hielt, hielt er Bio von ihrer Leistung ab, in dem er immer wieder provozierende Statements über die Faulheit von Hartz IV Empfängern und Legasthenikern, die Dummheit von Migrantenkindern und auch Menschen, die heutzutage promoviert werden dürfen ;) sowie die Rolle der Frau für die Kindererziehung in den Raum warf eher schmiss. Bio sah sich also gezwungen längere Monologe über Solidarität, Chancengleichheit, soziale Vergleichsmöglichkeiten in Ghettos und deren Auswirkung auf mehr oder – eher – weniger kreative Lösungswege zur gesellschaftlichen Teilhabe sowie über Verlust-Aversion zu halten.

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Kampf um Schulreform

Freitag, 26. Februar 2010

oder “nur” ein typisches Beispiel für Verlust Aversion (Prospect-Theorie)?:

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