Archiv für die Kategorie ‘Erlebt – Bewegt’

Michelles Mörder

Montag, 05. Oktober 2009

ist vermutlich Autist.

so so: 10 Minuten mit ihm gesprochen und aufgrund der kurzen Zeit direkt feststellen können, dass er Autist ist? Aha, ein Gott in Weiß hat hier eine gut elaborierte Diagnose gestellt. Blödsinn. Nach 10 Minuten Gespräch öffentlich zu verbreiten, dass er Autist sei, ist wirklich eine Unverschämtheit!

Aber das brauchen diese Medienmacher wohl? Wird ja so dargestellt, dass der Grund, dass er sie misshandelt und umgebracht hat, ist, dass er Autist ist? Aha… Was ist das wieder für ein Blödsinn. Asperger Autisten haben oft ein starkes Gerechtigkeitsempfinden (nach van den Bosch). Und dazu gehört wahrscheinlich i.d.R. nicht wehrlose Kinder zu missbrauchen und umzubringen. Und ich behaupte ganz frech, dass dieses Gerechtigkeitsempfinden mit bestimmten Einstellungen hoch korreliert, z.B. dass man schwächeren Personen kein Leid zufügt. Und dass diese Einstellungen sehr handlungsleitend sind, weil sie durch das starke Gerechtigkeitsempfinden ständig aktiviert werden, dementsprechend bewusst sind. Entgegen dieser Einstellung zu agieren, würde kognitive Dissonanz auslösen und wäre demnach ein doofes Gefühl.

Ich will damit nicht sagen, dass es nicht auch einem Autisten passieren könnte, dass er andere Menschen misshandelt… denn das Milgram- und das Stanford-Prison-Experiment veranschaulichten, dass in jedem Menschen eine Bestie stecken kann, wenn die Situation es zulässt…

…aber ich will darauf aufmerksam machen, dass Autismus nicht der Grund ist, dass manche Menschen so etwas tun. Es ist eine unvorsichtig, herausposaunte Behauptung gewisser Medien und des oben erwähnten Gott in Weiß. So eine Behauptung sollte man lieber sein lassen. Es werden nämlich dadurch andere Menschen (hier: Autisten) stigmatisiert und diskriminiert. Was ist die Konsequenz? Verbot gewisser Videospiele wird ja auch schon diskutiert, sollen jetzt auch noch Autisten weggesperrt werden?

Misshandelt und umgebracht hat Michelles Mörder das Mädchen NICHT, weil er Autist ist, sondern weil er ein pädophiles Arschloch ist, die gibts in jeder Gesellschaftsgruppe.

P.S. Die Betonung liegt auf “ein” Gott in Weiß”, nicht “alle Götter in Weiß”. Ich will eben auch nicht behaupten, dass alle Ärzte/Psychologen unelaborierte Diagnosen stellen oder unvorsichtig irgendwas rausposaunen, ich behaupte aber, dass dieser das – so wie es sich hier darstellt – getan hat.

Erinnerungen an Michael

Montag, 29. Juni 2009

Jetzt, da die Radiosender Michael Jacksons Songs (wegen seines Todes) wieder auf und ab spielen, kommen auch mir Erinnerungen an Bios Erlebnisse mit Michael Jackson hoch. Eine Anekdote aus Bios Grundschulalter.*

Ein kleiner Ort im Sauerland. Sommerferien. Urlaub ist angesagt. Wandern, Freibad, Städtetouren, Museen. Doch zwischendurch möchten die Eltern auch mal in der Ferienwohnung etwas Ruhe genießen. Welch Glück für sie, dass die Nachbarn eine Tochter in Bios Alter haben. Diese ist wohl der größte Michael Jackson Fan, den wir je kennengelernt haben. Sie hängt sich nicht nur seine Bilder im Kinderzimmer auf, sie hört nicht nur seine Musik und tanzt und singt dazu, nein sie hat das Groupiedasein in ihren jungen Jahren schon perfektioniert: Sie spielt Michael Jackson.

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Synergie durch Vielfalt??

Montag, 29. Juni 2009

Während Hofer* auf der einen Seite einen Teil seiner Produkte klimafreundlich verkauft. Sorgt er auf der anderen Seite für den klimaunfreundlichen Preissturz beim Sprit. Ist das Synergie durch Vielfalt? Um es IRONISCH mit meinem neuen Lieblingsbegriff Diversity auszudrücken: Ecodiversity.

 

* Österreichischer Aldi: Da einige Österreicher sehr viel Nationalstolz besitzen, ist es scheinbar möglich, dass sie in einem Supermarkt mit “deutschen” Namen nicht einkaufen würden. Vielleicht heißt der Supermarkt Plus deshalb hier auch Zielpunkt?

Musikkk

Freitag, 05. Juni 2009

…. nachdem ich grad viel Zeit mit Musik vertrödel, kann ich das nur unterstreichen:

Andreas Dorau: Die Besondere

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YouTube DirektAndreas Dorau: Die Besondere

Scheen wars.

Samstag, 21. Februar 2009

Was? Das und das. Grüße auch von mir nach München, Erlangen und Bielefeld.

Nur kurz…

Samstag, 31. Januar 2009

Persönliches Fazit mehrmaliger Installationsversuche: Linux ist was für Leute, die sonst nix mit ihrer Zeit anzufangen wissen! ;) Bildschirm ist immer noch schwarz, X-Server Menü lässt nur die Konfiguration der Tastatur zu und die muss ja nicht konfiguriert werden. Rest automatisch und eben falsch, wie das so ist mit die Automatik. Und xorg.conf – naja ist was für Freaks halt ;)

Da profitiert ja einer von der Finanzkrise…

Mittwoch, 12. November 2008

…nämlich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Der konnte jetzt endlich – nach langem Zerren – sein BKA-Gesetz zur Onlinedurchsuchung durch den Bundestag winken. Bleibt für ihn zu hoffen, dass die Finanzkrise weiterhin so turbulent verläuft, so dass die Zustimmung des Bundesrats auch fast untergeht im Medienwirbel. Aber Wolfi (wie die Österreicher wohl sagen würden) ist nicht der Einzige, der die Gunst der Stunde nutzt.

Mein neuer Freund

Mittwoch, 03. September 2008

oder eben altes Idol Christian Ulmen ist jetzt im Netz vertreten (via taz.de). Juhuu!! Verliebt habe ich mich u.a. in ihn als er in seinem Vogelkostüm ein Nest bauen wollte, obwohl ich als Stoffhase eher auf Höhlen und richtiges Fell stehe. Ihr seht also, Ulmen hat einen hohen Unterhaltungswert für die unterschiedlichsten Randgruppen!

P.S. Rest von Nachtzug nach Lissabon wird nicht mehr folgen, da ich mittlerweile der Meinung bin, dass doch nicht jeder mal davon träumt, einfach abzuhauen. Und an Peanuts verschwende ich keine Zeit mehr. ;)

Und jetzt ist die Zeit um…

Donnerstag, 14. August 2008

Vier Wochen des Sommers im wunderschönen Ruhrgebiet liegen schon wieder hinter mir, WOW, so schnell ist die Zeit um. Gefählt gestern dachte ich noch, dass das alles jetzt vor mir liegt:

Familienfeiern; Kommediaparty am See; Freibäder; Radtour durch den noch schöneren Niederrhein; Genderterror; Bahnfahren, um nette Leute zu treffen: Duisburg, Essen, Oberhausen, Mülheim, Bochum, Düsseldorf und Grevenbroich: – ja das ist nicht mehr Ruhrgebiet und natürlich nicht ganz so schön, aber die Gesellschaft war schön ;) und von dort gings sogar in die wieder schöne Eifel; IG BCE Sommerfest; Schlingensiefen im Garten des Theaters an der Ruhr; Kaffee am Altmarkt Dinslaken, die gute alte Uni Duisburg-Essen … und und und.

Ja im Ruhrgebiet geht einiges. Ab nächster Woche schauen wir dann mal wieder was Salzburg so zu bieten hat. Vielen Dank an Freunde und Verwandte für die Mitgestaltung meines wunderschönen Heimaturlaubs. Leider ist die Zeit schon wieder um. In dem Sinne: Massive Töne feat. I AM – Zeit

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Nachtzug nach Lissabon…

Freitag, 20. Juni 2008

erzählt die Geschichte von einem Lehrer, der von heute auf morgen einfach alles stehen und liegen lässt und nach Lissabon fährt, um der Geschichte eines portugiesischen Autors auf den Grund zu gehen. Zumindest der erste Teil der Geschichte liest sich hervorragend. Es werden fantastische Ideen entwickelt. Es liest sich, als ob der Autor des Buchs einen eigenen lange gehegten Traum endlich zu Ende träumen wird. Einen Traum, den ich nur zu gut nachvollziehen kann. Träumt nicht Jeder mal davon einfach den Reset-Knopf zu drücken und irgendwo anders – frei von allen einengenden Strukturen – neu anzufangen? Doch im zweiten Teil der Geschichte, wird es langweilig, tolle Ideen des ersten Teils werden ständig wiederholt, ich hab den Eindruck, dass der Autor eben nicht weiß, wie er diesen Traum zu Ende träumen kann. Er ist sich vielleicht bewusst ist, dass man eben nicht einfach den Reset-Knopf drücken kann. Es liest sich als sei er gefangen, zwischen dem Wunsch eine fantastische Geschichte zu träumen und dennoch Realismus zu bewahren.

Doch warum kann man nicht einfach den Reset-Knopf drücken? Ihr ahnt es bestimmt schon, ich suche eine mehr oder weniger psychologische Erklärung dafür.

Aber nicht jetzt: Rest folgt die Tage :)