Archiv für die Kategorie ‘Theorie und Praxis’

Geschlechterunterschiede bei Zahlen

Donnerstag, 21. Juli 2011

Wilkie & Bodenhausen (2011) haben festgestellt, dass Zahlen mit Geschlecht assoziiert werden. So ist die Zahl 1 eher männlich und die Zahl 2 weiblich. Stellt sich die Frage, denken wir so stark in Geschlechtskategorien, dass wir sogar Zahlen in diese Kategorien einordnen? Ganz schön schräg… :-|

Allgemeines Stammtischbla

Freitag, 15. Juli 2011

<zitat http://www.faz.net/artikel/C30770/deutschlands-schulden-zeit-zum-aufwachen-30463476.html>

Alle finanzpolitischen Nachhaltigkeitsanalysen zeigen, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. „Unter dem Strich“ sind auch höhere Steuerbelastungen für Gutverdienende eine schlechte Lösung. Dringend benötigte ausländische Fachleute werden abgeschreckt, und die Auswanderung gut ausgebildeter deutscher Arbeitskräfte wird gefördert, was mittelbar auch die öffentlichen Kassen schädigt. Es gibt nur einen dauerhaften Erfolg versprechenden Weg aus der Etatmisere: die nachhaltige Kürzung der konsumtiven Staatsausgaben und die Senkung der enormen Schuldenlast durch Privatisierung öffentlicher Unternehmen.

</zitat>

 

Das sehe ich anders. Menschen sind nicht nur rational handelnde Ökonomen. Wenn man die Mittel- und Unterklasse entlastet, alle möglichen Ausnahmeregelungen weglässt und die Spitzenverdiener mehr belastet, finde ich es gerecht. Und ich denke, wer von sich sagt, dass ihm die Gesellschaft wichtig ist, der sollte auch bereit sein, in öffentliche Kassen zu zahlen und nicht nur persönlich Geld anzuhäufen und eigene Projekte anzuregen. Und ja es gibt Steuerflüchtlinge… ich habe kein Patentrezept damit umzugehen, aber solche Egoisten zu belohnen, finde ich doof. Ab einem bestimmten Einkommen, steigt das erfahrene Glück nicht mehr, man muss ihnen irgendwie klar machen, dass sie zwar was leisten und dafür auch mehr erhalten, aber dass zu Leistung auch zählt, etwas über den gesetzlichen Weg zur Gesellschaft beizutragen. Der Leistungsbegriff muss vielleicht anders, weniger egoistisch, definiert werden. ;)
 
Ich habe nix gegen eigene Bildungsprojekte oder sonstige soziale Projekte, die viele besser Verdienende in Eigeninitiative anregen, um etwas für die Gesellschaft zu leisten, nur muss man sich auch vor Augen führen – behaupte ich – dass diese “nur” notwendig sind, weil die öffentlichen Kassen zu wenig Geld haben, um da was zu machen. Es sind Lochstopfer. Und ja sie sind notwendig, weil da so viel Bedürftigkeit herrscht, aber immer nur zusätzlich zum gesetzlichen Steuerfinanzierten Weg. Also sind auch höhere Steuersätze für Spitzenverdiener meines Erachtens nach gerechtfertigt.
 
Und dass Investitionen in Bildung, Forschung und Wissenschaft nicht als Investitionskosten, sondern als Konsumtive Kosten verbucht werden, ist auch falsch, behaupte ich frech. Denn es handelt sich dabei nicht um Konsum, sondern um wichtige Investitionen in unsere Wissensgesellschaft. Nur mit solchen Investitionen wird es uns zukunftig auch gut gehen. Konsumtive Kosten sind meiner Meinung nach Bankrettungen, ist passiert, aber kann man da nicht mal was aushandeln, dass man das Geld auch teilweise wiederkriegt? Wenn man da als Gesellschaft geholfen hat, Egoismus auszubügeln?
 
Ich habe keine Ahnung, aber die immer weiter steigende Prokopfverschuldung finde ich auch nicht cool und nachhaltig. Jedoch ist die Frage, warum wir immer an Sozialleistungen sparen müssen, die konsumtive Kosten genannt werden. Soziale Martkwirtschaft ist wichtig und heißt nicht, dass wir ständig Firmen Geld in den Rachen werfen müssen. Oftmals werden Firmen Steuergelder hinterhergeworfen, weil diese dann versprechen am Standort zu bleiben, aber die lachen uns doch aus. In ein paar Jahren “verpissen” sie sich doch und wir haben denen Geld gegeben und dann doch auch noch die Kosten für die verlorenen Arbeitsplätze zu tragen. Darüber müsste man mal nachdenken, wie man sowas in den Griff bekommt und ob überhaupt. Und warum das so ist? Mangelndes Verantwortungsgefühl der Vorstände? Dann doch auch lieber den Mittelstand steuerlich entlasten, der sich noch verantwortlich fühlt für seinen Laden und deshalb am Standort bleibt und dort Arbeitsplätze schafft, die Steuereinnahmen bringen. Wobei auch da gibts schwarze Schafe, insbesondere – behaupte ich – in der Medienbranche, vielleicht weils da der Konkurrenzdruck zu groß ist. Deshalb vielleicht Patente fördern? Innovationen? Geschäftsgründungen, die auf Innovationen beruhen? Auch Großbetriebe, die bereit sind, Innovationen umzusetzen?
 
Tausend Fragen über die man mal nachdenken sollte, anstatt wie eh und je immer im sozialen zu sparen, mit Sozial- und Bildungshaushalt haben wir seit Ewigkeiten die Prokopfverschuldung nicht in den Griff bekommen. Vielleicht probieren wir es mal mit sozialem Verhalten und Denken über neue Wege nach?
 
Soviel erstmal von mir, jetzt sollte ich mich aber auch mal ans Tagwerk machen und nicht weiter hier Zeit vertrödeln. Hat mich nur zu sehr aufgeregt gerade. ;)

Die Cardigans… sanfte Beschallung oder anspruchsvolle kognitive Stimulation…

Freitag, 29. Oktober 2010

Ich meine, mich zu erinnern, dass die Cardigans “damals” ihren musikalischen Stilwechsel beim “Gran Turismo” Album so begründet hätten, dass sie eigentlich tiefgründige Charaktere wären… durch ihre vorigen Alben aber nicht als solche wahrgenommen würden und das ändern wollten.

Wenn ich z.B. ihre Coverversion von Sabbath Bloody Sabbath (Black Sabbath) höre, dann ist die Musik, die hinter dem melancholischen (?) Text liegt, sanft, leicht und irgendwie beschwingend…

Also bei mir löst dieser Song eher Leichtigkeit als Nachdenklichkeit aus… Ihre Version von Sabbath Bloody Sabbath dient mir also eher als sanfte Beschallung…

Ja die Black Sabbath Version löst bei mir andere Emotionen (jetzt nicht total negativ, aber negativer) als die Cardigans Version aus. Da wiederum unter positiven Emotionen ja oberflächlicher verarbeitet werden sollen, wird der Text, der als Sprache wahrscheinlich kognitiv aufwendiger vearbeitet werden muss, unter positiven Emotionen vielleicht eher “ignoriert”. Sind Metaltypen deshalb immer so philosophisch angehaucht (Klischee ausgepackt) ;) ?

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich gerne mal intensiv in die Musikpsychologie einsteigen und Musikerleben wirklich tief für mich ergründen… Vielleicht empfindet ein Black Sabbath Fan das ja auch genau andersherum als ich… :)

Naja hört halt, wie ihr die Version der Cardigans empfindet, als sanfte Beschallung oder anspruchsvolle kognitive Stimulation? Eigentlich auch egal, hauptsache es rockt im Ohr.

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektCardigans: Sabbath Bloody Sabbath

Helden in Shorts.

Montag, 05. Juli 2010

So bevor ich mich wieder SPSS widme, muss ich noch was loswerden: Warum machen sich eigentlich viele über Maradona lustig? Er war ein Ausnahmespieler. Und Drogenprobleme hin oder her…er bleibt eine Ikone (für mich).

Sowieso ist doch das Teamspiel, das Klinsmann und Löw initiiert haben und Löw jetzt etabliert, irgendwie innovativ für Fußball (trotz Mannschaftssportart). Innovationen entwickelt man, weil es einen Notstand gibt, und weil man mit Erfahrungen vergleicht (behaupte ich). Und da es keine deutschen Ausnahmespieler mehr gab, hatte die deutsche Nationalmannschaft einen Notstand. Und Maradona hatte als Trainer keinen Notstand (er hatte mit Messi ein Abziehbild seiner selbst) und ist nun mal ein absolutes Kind des – ich nenn es mal – Solofußballs. Wieso soll er dann seinen Erfahrungen nicht vertrauen und ein anderes System spielen, obwohl er mit dem alten System so viel Erfolg hatte? Ich meine diese Erfolgskognitionen sind viele und hatten sich wahrscheinlich festgebrannt ins Hirn.

Dass er von manchen jetzt so ausgelacht wird, kann – meiner Meinung nach – doch nur Eifersucht sein, weil er immer noch eine Ikone des Fußballs ist. Ein Dribbelgott. Und jeder Mensch möchte doch wahrscheinlich gerne irgendetwas besonderes sein oder sich mit irgendjemand besonderen (der einem vermeintlich ähnlich ist – durch z.B. Nationalität) identifizieren. Einen Maradona oder Messi haben wir dennoch nicht in der deutschen Mannschaft (finde ich), mit dem man sich identifizieren kann. Also muss man Maradona und Messi abwerten? Also mein neues Idol ist Messi, das Abziehbild Maradonas (mit dem will ich mich jetzt identifizieren ;) ) (Danke an B.K. für den Hinweis zu diesem coolen Spieler).

P.S. Ich habe es beim Upgrade leider irgendwie geschafft, meine alten Daten erst zu sichern und dann doch zu löschen. Bin manchmal zu unüberlegt schnell und fahrig. Deshalb ist das Layout jetzt leider auf unbestimmte Zeit (also für immer ;) )doof. Sorry.

Data Collection, die Zweite…

Montag, 21. Dezember 2009

im Rahmen von Bios Dissertation führt sie wieder eine kleine Studie über Einstellungen zu politischen Fragestellungen durch. Die Umfrage wird ca. 15-20 Minuten dauern. Über Eure Teilnahme freuen wir uns sehr, natürlich auch über Verlinkungen der Umfrage.

http://www.onlineforschung.org/luedtkesa?set=studie3

Fun Factor in Science:

Samstag, 05. Dezember 2009

“Data collection is enjoyable [...], especially when other people do it for you.” (Silvia, 2007, p.4)
Yeah especially then… ;)

———
Silvia, P. J. (2007). How to Write a Lot: A Practical Guide to Productive Academic Writing. Washington: APA Life Tools.

Vermessenheit

Mittwoch, 09. September 2009

Rainer Paris definiert in seinem Artikel Bescheuertheit neben eben der Bescheuertheit, auch die Verblendung, Verbohrtheit, Verbiesterung und die Verstiegenheit… was er leider vergisst, ist die Vermessenheit.

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Politik… die Märchenhafte

Mittwoch, 04. Februar 2009

Politik in der Märchenstadt Salzburg ist märchenhaft wie überall. Eine Veranstaltung der österreichischen Grünen: Erst kann man lets make money sehen und dann diskutieren über Themen wie z.B. was können wir und die Politik verändern? Doof nur, dass wie so oft, die Veranstalter Angst vor unerwarteten Fragen haben und/oder nur ein Forum suchen, sich zu bestätigen, dass sie ja richtig liegen mit ihrer Meinung, indem sie nur Kollegen zu Wort kommen lassen. Das kann man auch am Stammtisch, wenn jeder für sein eigenes Bier selbst bezahlt, dafür brauch ich nicht so viel Parteigelder verpulvern, in dem ich ein Kino miete. Da gehts doch darum, sich mal mit dem Volkswillen direkt auseinanderzusetzen – oder bin ich zu idealistisch?

Naja Politik bleibt einfach märchenhaft. Sie erzählt von fabelhaften, wunderbaren Begegnungen einiger Gleichgesinnter, die etwas Wunderbares vollbringen. Das Märchen Politik ist im jeweiligen Gesinnungskontext von den individuellen Ideen der Märchenschreiber – eben der Gleichgesinnten – beeinflusst. Doch, weil auch Hans Christian Andersen schon bald einen eigenen Erzählstil entwickelte, geben wir nicht auf und hoffen weiterhin auf die Weiterentwicklung des Märchens Politik, auf den Bruch mit alten Traditionen und die Offenheit für neue Ideen. ;)

Nachtzug nach Lissabon…

Freitag, 20. Juni 2008

erzählt die Geschichte von einem Lehrer, der von heute auf morgen einfach alles stehen und liegen lässt und nach Lissabon fährt, um der Geschichte eines portugiesischen Autors auf den Grund zu gehen. Zumindest der erste Teil der Geschichte liest sich hervorragend. Es werden fantastische Ideen entwickelt. Es liest sich, als ob der Autor des Buchs einen eigenen lange gehegten Traum endlich zu Ende träumen wird. Einen Traum, den ich nur zu gut nachvollziehen kann. Träumt nicht Jeder mal davon einfach den Reset-Knopf zu drücken und irgendwo anders – frei von allen einengenden Strukturen – neu anzufangen? Doch im zweiten Teil der Geschichte, wird es langweilig, tolle Ideen des ersten Teils werden ständig wiederholt, ich hab den Eindruck, dass der Autor eben nicht weiß, wie er diesen Traum zu Ende träumen kann. Er ist sich vielleicht bewusst ist, dass man eben nicht einfach den Reset-Knopf drücken kann. Es liest sich als sei er gefangen, zwischen dem Wunsch eine fantastische Geschichte zu träumen und dennoch Realismus zu bewahren.

Doch warum kann man nicht einfach den Reset-Knopf drücken? Ihr ahnt es bestimmt schon, ich suche eine mehr oder weniger psychologische Erklärung dafür.

Aber nicht jetzt: Rest folgt die Tage :)

Bio Bio Bio

Mittwoch, 05. März 2008

Wir Deutschen kiffen ohne Biosiegel. Dagegen muss man etwas tun. Ich meine das ist im höchsten Maße wirtschaftsschädigend. Wir zerstören unseren Aufschwung, die vollen Staatskassen … Alles und das wie von selbst. Wie ich das meine, erläuter ich Euch im Folgenden.

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